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Fukushima und die Folgen: Wie stark ist Tee aus Japan noch radioaktiv belastet?

Ein Tsunami sowie ein Erdbeben führten am 11. März 2011 zum Atomunfall von Fukushima - die schwerste radioaktive Katastrophe seit Tschernobyl. Die zunehmende Strahlung rund um das Gebiet kontaminierte auch Teeanbaugebiete in der Region. Wie sieht es heute damit aus?

Ist Tee aus Japan nach Fukushima noch trinkbar?

Dies war eine der drängendsten Fragen, die sich Verbraucher aus aller Welt nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima stellten. Mit gutem Grund: Die Auswirkungen einer solchen Katastrophe können mitunter noch Jahre anhalten – siehe Tschernobyl.
Bei dem Atomunfall wurden sechs Reaktorblöcke zerstört, radioaktive Strahlung trat aus. Aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen wurde diese in Richtung Tokio getrieben. Die Folge: ganze Landstriche wurden kontaminiert.
Darunter auch diverse Teeanbaugebiete. Denn bedingt durch die klimatischen Bedingungen wächst grüner Tee aus Japan ausschließlich in den Präfekturen südlich von Tokio. In Shizuoka beispielsweise, dem größten und wichtigsten nationalen Teeanbaugebiet, rund 400 km von Fukushima entfernt. Gerade dieses Gebiet war jedoch direkt von den Auswirkungen der Katastrophe betroffen.


Warum ist Radioaktivität bei Lebensmitteln eigentlich so gefährlich?

Ein kleiner Einschub an dieser Stelle: Wer radioaktive Atomsorten, sogenannte Radionuklide, über die Nahrung aufnimmt, kann gesundheitlich viele Schäden davon tragen. Dies können neben einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken unter anderem Allergien, Diabetes oder Arthritis sein. Umso wichtiger ist es, in dieser Hinsicht besondere Vorsicht walten zu lassen, um „unerwünschte Nahrungsergänzungsmittel“ wie Cäsium-137 zu vermeiden.

 

Grüner und Matcha Tee radioaktiv belastet?

Zählte (grüner) Tee aus Japan bis dahin zu den hochwertigsten und gesündesten Teesorten weltweit (mit vielen Vitaminen, Mineralien und medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen), stellte sich nun die Frage, wie belastet er sei.
Die meisten Händler vermieden es zunächst, grünen Tee aus Japan zu importieren – bzw. nur solchen, der als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wurde. Und dies zu Recht. Denn im Juni 2011 wurde öffentlich, dass die Präfektur Shizuoka, das größte und wichtigste Teeanbaugebiet des Landes, teilweise stark radioaktiv kontaminiert war. Und selbst drei Jahre danach wurde in dem Gebiet rund um den Havarie-Reaktor eine zunehmende Strahlung festgestellt.
Proben getrockneter Teeblätter aus diesem Gebiet ergaben, dass der hiesige Tee weit über den erlaubten Grenzwert hinaus mit radioaktivem Cäsium-137 belastet war. (Der Grenzwert liegt in Japan bei 500 Becquerel Cäsium pro Kilogramm Lebensmittel, in der EU bei 600 Becquerel/kg ). Ebenso wurde der Verkauf grünen Tees aus etlichen Anbaugebieten (z.B. Ibaraki, Chiba, Kanagawa) rund um Fukushima gestoppt.

 

Und wie sieht es heute mit (grünem) Tee aus Japan aus?  

Die Importbeschränkungen für grünen Tee aus den genannten Regionen (ebenso wie aus den Präfekturen Aomori, Niigate, Yamanashi und Nagano) blieb bis Ende März 2014 bestehen.
Heute hat sich die Situation jedoch geändert. Seit den Jahren nach Fukushima wurde die Strahlenbelastung des Grünen Tees aus Japan strengstens beobachtet und regelmäßig gemessen. Die japanischen Verantwortlichen setzten zudem viel daran, die Böden zu de-kontaminieren – etwa mithilfe von Bambuspflanzen, deren Wurzeln die radioaktiven Strahlen abbauen können.

Seit 2014 sind Sorten aus Shizuoka sowie aus den anderen erwähnten Regionen wieder in Europa erhältlich – nachdem Messungen ergaben, dass die Strahlenwerte unter dem Grenzwert lagen. Seit 2015 haben diese Werte wieder das Niveau vor Fukushima erreicht. Aktuelle Werte der japanischen Gesundheitsbehörde zeigten zudem, dass die Grundbelastung mittlerweile recht gering ausfällt und fast immer niedriger als die Nachweisgrenze ist. Heute, sechs Jahre nach der Katastrophe lässt sich keine Strahlenbelastung mehr feststellen. Tee aus Japan kann also wieder unbedenklich getrunken und genossen werden.

Ungeachtet dessen, wurden und werden, nach wie vor seit dem Ünglück in Fukushima, alle Japan Tees bei KOBU Tee und Futon einer gammaspektrometischen Untersuchung geprüft. So lässt sich feststellen ob und wie stark ein Tee mit radioaktivität belastet ist oder nicht.

Weiter zu den japan Grüntees im Onlineshop

 

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