Japanische Kyusu aus dunkelbraunem Ton mit feinen Rillen verziert. Mit großem innenliegenden...
Klassische japanische Einhand Teekanne für die Zubereitung von japanischem Grüntee auf...
Große Japan Ton Teekanne mit weiter Öffnung und eingearbeitetem Tüllensieb.
Präzise gearbeitete, original japanische Einhandkanne. Sie ist verziert mit einem grazilen...
Äußerst preisgünstige, gute Tonkanne mit seitlichem Griff und herausnehmbaren Metallsieb. Optimal...

Die Teekanne in Japan
Da in Japan hauptsächlich Grüner Tee getrunken wird, hat man hier die Teekannen dementsprechend angepasst und die Kyusu entwickelt. Grüntee wird optimal immer in Portionen zubereitet die recht zügig getrunken werden. Man bereitet den Tee also immer frisch zu und auch mehrere Aufgüsse sind in der Regel üblich.
Genau dies erfüllt die Funktionalität einer Kyusu. Sie ist selten größer ist als 600 ml und besitzt ein innenliegendes Sieb, damit der Tee lose in die Kyusu eingegeben werden kann. So kann er sich optimal zu entfalten. Bei der Art der Siebe gibt es verschiedene Varianten. man spricht hier von einem Tüllensieb oder einem Panoramasieb.
Das Tüllensieb ist direkt vor dem Ausguss angebracht und hält die Teeblätter beim Ausgießen zurück. Bei den gängigsten Kyusu die mit Hilfe einer Gipsform gegossen werden, ist es aus Edelstahl. Bei den handgetöpferten Kyusu wird das Tüllensieb ebenfalls handgefertigt. Mit einer Nadel wird dann jedes Loch einzeln gestochen.
Das Panoramasieb ist aus Edelstahl. Es ist quasi ein Siebgeflecht, das rund um das Innere der Kanne geklemmt ist und den Tee von jeder Seite durchlässt. Dadurch wird der Tee homogener im Geschmack, weil er in der Kanne nicht überall gleich stark gezogen ist. Panoramasiebe gibt es in verschiedenen Varianten und sind machmal raffiniert angebracht, wie z.B. direkt über dem Boden.
Die Herstellung einer Kyusu
Für die Herstellung der Einhandkannen (Kyusu) unterscheidet man im wesentlichen zwischen zwei Verfahren.
1. Herstellung der Einhandkanne mit Hilfe einer Gipsform:
Zunächst wird einer wässrige Tonmischung angerührt. Danach werden die Gipsformen mit dieser Mischung befüllt. Hier absorbiert die Gipsform das überflüssige Wasser und nach der Ersttrocknung entsteht ein Rohling.
In weiteren Arbeitsschritten wird der Rohling dann weiterverarbeitet. Es werden nach dem Ausschneiden einer runden Öffnung noch der Kannengriff und die Ausgusstülle angebracht.
Nachdem die Tülle angesetzt wurde, muss sie noch justiert werden damit sie korrekt sitzt und die richtige Höhenposition hat. Nachdem der Kannengriff angebracht ist werden die Kyusu zum Brennen vorbereitet. Nach dem fertigen Brand wird jetzt noch der Deckel eingepasst, damit er auch richtig gut sitzt.
Erst jetzt kann die aufwendige Veredlung der Kannenoberfläche beginnen. Je nach Preis der Einhandkanne wird diese z.B. mit Hilfe von Schrift- oder Bildgravierungen verziert. In einem letzten Schritt wird dann, wenn erwünscht, noch Farbe auf die Kyusu aufgetragen.
2. Herstellung einer handgetöpferten Einhandkanne
Hierzu wird der rote mineralhaltige Ton aus Tokoname verwendet. Aus diesem Ton wird zunächst der Körper der Teekanne geformt. Danach wird er auf dem Töpfertisch präzise gedreht.
Im Anschluss folgen die Feinarbeiten an der fertigen Form. Ist der Kannenkörper soweit fertig erfolgt die Anfertigung des Seitengriffs und des Ton Teesiebs. Jedes einzelne der feinen Löcher im Teesieb wird mit Hilfe einer Nadel von Hand gestochen.
Nachdem der Griff und das Tüllensieb angebracht wurden, beginnt das Brennen der gefertigten Kyusu. Für die handgetöpferten Teekannen wird normalerweise ein Brennofen mit fossilen Brennstoffen verwendet, der traditionell in einem ausgehobenen Erdloch ist. Für diese Kyusu wird auch auf eine zusätzliche farbliche Behandlung verzichtet, da es durch das besondere Brennverfahren zu einer natürlichen Marmorierung und Farbgebung kommt. So gestaltet sich jede Einhandkanne unterschiedlich und macht sie Stück für Stück zu einer Rarität.