0611 - 44 07 76 Di-Fr. 10.00 - 17.00 UHR
Shincha so heißt der ganz frische japanische Grüne Tee. Er ist sehr beliebt und nur für kurze Zeit verfügbar. Shincha hat einen außergewöhnlich milden und dennoch sehr aromatischen Geschmack. Vor einigen Jahren noch war dieser Tee hier im Westen nur eingefleischten Teeliebhabern bekannt. Mittlerweile hat er einen bedeutenden Bekanntheitsgrad erreicht und ähnlich wie beim Darjeeling Flugtee, warten man schon gespannt bis der neue Shincha im Mai bei uns eintrifft. Hier erfahren Sie was das Besondere am Shincha ist und warum seine alljährliche Ernte so gefeiert wird... mehr erfahren »
Shincha so heißt der ganz frische japanische Grüne Tee. Er ist sehr beliebt und nur für kurze Zeit verfügbar. Shincha hat einen außergewöhnlich milden und dennoch sehr aromatischen Geschmack. Vor... mehr erfahren »
Filter schließen
 
von bis
  •  
  •  
  •  
  •  
Grüntee Shincha »Yame Supreme« 50g-Beutel
Grüntee Shincha »Yame Supreme« 50g-Beutel

Einer der Höhepunkte der japanischen Grüntee-Ernte. Der ganz neu geerntete Shincha Yame besticht...

Lieferzeit: 3 Werktage
17,95 € *
Inhalt 50 Gramm (35,90 € * / 100 Gramm)

Shincha der Neue Tee

Shincha der Neue Tee

Was ist Shincha?

Shincha ist japanischer Grüner Tee der ersten Pflückung des Jahres (first flush). Er wird ca. Anfang bis Mitte Mai geerntet und zeichnet sich durch ein sehr frisches, blumiges Aroma aus. Kaufen kann man den Shincha bei uns frühestens ab Ende Mai.
Shincha verfügt über ein fluoreszierendes Grün, ist absolut frisch im Geschmack mit herrlichem Duft. Er besticht durch seine frische, intensive Note, leichte Süße, feine Säure, dezente Herbheit. Die Art der Sencha Herstellung wurde 1738 eingeführt. Der Tee wird nach der Ernte gedämpft, so dass die Enzyme aktiviert werden. Das Blatt bleibt frisch und dunkelgrün. Die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.
 
Schon im Herbst werden die Stängel zurechtgeschnitten, damit alle Blätter gleichzeitig keimen, und gepflückt werden können. Den ganzen Winter lang müssen die Teebauer darauf achten, dass ihre Pflanzen nicht von Frost und Kälte beschädigt werden. In der 88. Nacht (hachijuu-hachi-ya) nach dem Frühlingsbeginn (risshun)- laut chinesischem Kalender der 4. Februar – wird offiziell mit der Teeernte begonnen. Dies entspricht also den 2., 3. Mai. Der Zeitpunkt, wenn die vier neuen Blätter an der Spitze der Pflanze herauswachsen, ist das Indiz für den genauen Beginn der Ernte. Die Wetterzustände sind sehr wichtig und sind oft für Verzögerungen  verantwortlich.
BIO Tees werden meistens in höher gelegenen Gebieten angebaut, um den Befall von Ungeziefer zu vermeiden. Doch in Bergregionen herrscht kühleres Klima und auch hier, kann sich die SHINCHA Ernte erheblich verzögern.

 

Shincha-Mania in Japan - jeder will Shincha kaufen

In Japan ist Shincha wahrer Kult und binnen kürzester Zeit ausverkauft. Ein Blick hinter die Kulissen des Hype um die erste Tee-Ernte in Japan.Shincha-2

Shizuoka-Stadt, Dienstagmorgen, halb fünf Uhr früh, Anfang Mai. Alles schläft ruhig. Nur in einer Ecke der Stadt ist der Teufel los: winzige Läden machen auf, Händler sind schon frühmorgens im Stress, schwitzen trotz der kühlen Morgenluft. Von wegen Ruhe – eilige Gestalten flitzen per Fahrrad im Höllentempo von einem Laden zum anderen, flüstern wild gestikulierend auf die Händler ein, drücken ihnen Metalldosen in die Hand, rasen sofort weiter zum nächsten Händler. Die Zeit drängt, bis Tagesanbruch muss alles unter Dach und Fach sein. Was aussieht wie eine unheimliche Ansammlung dubioser Gemüter mit stark mafiösen Zügen ist die Parallelwelt des Teehandels im Inselreich zur Shincha-Zeit.


Shincha, das ist der neue Tee in Japan, der First-Flush, der beste Tee des Jahres. Japans Top-Teebauern ernten Senchas, und radeln nach Mitternacht nach Chamachi zu den Läden der Händler so schnell es irgendwie geht. Chamachi – das Teeviertel in Shizuoka ist das Zentrum von Japans Teehandel. Shizuoka ist das Epizentrum des Shincha-Booms, hier wer- den 50 Prozent aller Japantees geerntet, hier werden 80 Prozent aller Tees des Landes gehandelt. Und das in Allerherrgotts-Früh. Jeder Teebauer versucht, als erster da zu sein, jede Minute zu spät kostet. Die Preise für den allerersten Tee gehen ins Astronomische. Doch das stecken die Händler weg. Shincha - hier geht es nicht um Gewinn, hier geht es um Prestige. Es ist die hohe Kunst, als erster Händler den besten Tee zu haben.


Zurück nach Chamachi. Zeit zum Verkosten hat hier keiner. Jeder will den besten Shincha kaufen. Um halb fünf am Morgen sieht man ohnehin nichts. Die Tee-Einkäufer verlassen sich auf ihr Gefühl. Mit Hand und Nase testen sie die Teemuster, die in kleinen Metalldosen zu ihnen gebracht werden, fühlen die Blattstruktur, checken, ob der Tee weich oder hart ist. Mit zwei bis drei Telefonhörern in der Hand sucht der Einkäufer nach einem Abnehmer. Stress total. Denn bis Tagesanbruch müssen die Teepartien bei den Großhändlern sein, damit der Tee weiter verarbeitet und gemischt werden kann, damit ein toller Shincha-Blend entsteht, damit Japans Teeläden beginnen können, das Geschäft des Jahres zu machen. Um sieben Uhr morgens ist der Spuk in Chamachi vorbei. Denn alles muss schnell gehen in Ja- pan. Japan ist im Shincha-Fieber. Sobald der neue Tee in den Läden ist, geht es wirklich rund. Shincha-Poster kleben in jedem Bahnhof. Verkäufer schwingen Shincha-Fahnen vor den Geschäften. Der Tee kommt in eigenen Shincha-Verpackungen. Die Verkäufer rufen „Shincha, shincha desu yo“ (Neuer Tee, der neue Tee ist da!).


Und die Teegeschäfte platzen aus allen Nähten. Japan kauft Shincha als ob es kein Morgen gäbe. Denn wer nicht jetzt kauft, hat verloren, muss ein Jahr warten. Bis er wieder im ganzen Land tönt: „Shincha, shincha desu yo“.


Die Shincha Ernte wird in Japan gefeiert

In Japan wird die Ankunft des Shincha groß gefeiert. Die Teeliebhaber sind gespannt, wie die neue frische Ernte ausfällt. In den meisten Tageszeitungen erscheinen Artikel über den diesjährigen SHINCHA und vor den Teeläden in Japan bilden sich lange Schlangen. Shincha Feste (shincha-matsuri) finden im ganzen Land, aber vor allem in den Teeanbaugebieten, statt. Auch AIYA veranstaltet jedes Jahr ein großes Fest: Das Geschäft im Hauptgebäude wird geschmückt und den Gästen wird kostenlos Matcha serviert. Außerdem wird eine Tombola veranstaltet und man kann zu einem bestimmten Preis soviel Tee kaufen, wie man in eine Tüte bekommt.

Normalerweise beschränkt sich die Zeit der Shincha-Ernte auf 3-4 Tage. Natürlich spielt auch hier das Wetter eine große Rolle. Die Bauern pflücken den Tee nur an sonnigen Tagen, um den Duft der Blätter besser zu bewahren. Die gepflückten Blätter werden noch am selben Tag verarbeitet, damit sie ihre Frische und den Geschmack nicht verlieren.
Dieser Prozess ist sehr delikat und verlangt viel Behutsamkeit und Konzentration. Da guter Shincha das höchste Ziel der Teebauern ist, nennt man seine Herstellung ihr Herzstück. Viele haben den Prozess des Pflückens und der Herstellung von ihren Eltern gelernt und arbeiten schon seit Jahrzehnten als Teebauern. Nur ein Teebauer mit viel Erfahrung ist schließlich qualifiziert einen guten Shincha herzustellen. Das wiederum gewährleistet einen hochqualitativen Tee, von dem man sagt, dass er das Leben derer verlängere, die ihn trinken.


Zubereitungstips für Shincha:

Frisch getrunken ist Shincha vorzüglich, jedoch kann man ihn auch aufbewahren, und erst gegen Ende des Sommers trinken. Wie bei einem guten Wein ändert sich der Geschmack des Tees nach einiger Zeit.

Teegefäß: Für die Zubereitung eignet sich hervorragend ein Hohin oder ein Shiboridashi. Trinkt man den Shincha mit Gästen ist eine Kyusu am Besten. Der Tee wird lose in das Gefäß gegeben und mit dem heißen Wasser überbrüht.

Menge: Um die feinen Geschmacksnuancen des Shincha voll auszukosten darf der Tee nicht zu stark werden. Da shincha allerdings recht fein sein kann sollte man auch nicht zu wenig Tee verwenden. Am Besten bewährt haben sich Mengen zwischen 6-8 Gramm auf 500 ml Wasser.

Wassertemperatur: Wie bei allen grünen Tees sollte kein kochendes wasser verwendet werden. Die optimal Temperatur liegt je nach Sorte und verwebdete Wasserqualitäöt bei 65-75ºC.

Ziehdauer: Bei der Zubereitung im Hohin, Shiboridashi oder in der Kyusu, wo der Tee lose schwimmen kann, ist der erste Aufguss schon nach kurzer Zeit trinkbar. Je nach Sorte genügen 1-2 Minuten.

 

 

Zuletzt angesehen