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Ungewisse Aussichten in Darjeeling - Unruhen halten weiter an

Darjeeling Tee ist weltweit begehrt

Darjeeling-Tee gilt als eine der besten Teesorten weltweit. Doch leider gibt es zurzeit im Anbaugebiet, am Fuße des Himalaja, schwerwiegende Probleme: Alle 87 Teegärten, in denen von Juni bis August normalerweise der größte Teil des Darjeeling-Tees geerntet wird, befinden sich aufgrund politischer und ethnischer Konflikte seit drei Monaten im Streik.

Feste und temporäre Arbeiter sind seit 3 Monaten ohne Lohn & Brot, viele von Ihnen haben die Bergregion bereits verlassen um anderweitig Arbeit zu finden um zu überleben; es gilt, diese Arbeiter nach Öffnung der Gärten wieder nach Darjeeling zu holen.
Insgesamt stehen viele Gärten vor einer ungeheuren finanziellen Herausforderung, noch nicht wissend, wo das Geld für all die Maßnahmen hergenommen werden soll.

Die Folgen des Streiks für den Tee

Während dieser Zeit sollte dort eigentlich der „Summer/Second flush“ – die umsatzstärkste Sorte – geerntet werden. Doch stattdessen wuchert neben den Teeblättern zurzeit auch das Unkraut auf den Plantagen. Die Gärten des Darjeeling sind wild verwachsen und müssen erst einmal wieder mühevoll bearbeitet werden; eine Bearbeitung ist jedoch erst möglich, wenn der Streik offiziell beendet wird. Einige der Büsche sind zudem bereits abgestorben. Heftige Monsunregen haben zuvor die Tee-Ernte beeinträchtigt. Aufgrund der Verwilderung der Teegärten und dem Verlust an Teesträuchern schätzen Plantagenbesitzer, dass es Jahre dauern könnte, bis frühere Erträge wieder erreicht werden können. Somit sind nicht nur die Tees der Second-Flush-Periode, sondern auch die „Autumnal“-Ernte im Herbst betroffen. Die Ernteausfälle werden schon jetzt in die Millionen-Beträge beziffert.

Grund für den Streik sind politische Unruhen in der Provinz Darjeeling. Viele der Teepflücker gehören zum Volk der Gorkha. Diese fordern schon seit Jahrzehnten mehr Autonomie und einen eigenen Bundesstaat in Indien. Auslöser der jüngsten Unruhen war die Entscheidung der Regierung des Bundesstaates, in den staatlichen Schulen bengalischen Sprachunterricht einzuführen. Bisher aber verweigert die indische Regierung die Forderungen der Gorkha, deren Sprache ebenfalls in der Schule zu lehren und ihnen einen eigenen Bundeststaat zuzusprechen.
Erst vor ein paar Tagen hatten sich Vertreter der fünf zerstrittenen Parteien getroffen, um eine langfristige Lösung zu finden. So wird im Moment über eine mögliche Beteiligung der Teepflücker an den Teegärten verhandelt. Die Verhandlungen dauern jedoch noch an und ein Ende des Streiks ist bisher nicht abzusehen. Erst Mitte Oktober soll ein neues Treffen stattfinden.

Darjeeling Tee wird in 2018 knapp werden

Die Auswirkungen des monatelangen Streiks werden noch lange spürbar sein. Es wird damit gerechnet, dass Darjeeling-Tee auch nächstes Jahr weiterhin Mangelware sein wird. Der fehlende Tee-Nachschub ist schon jetzt in Europa spürbar. Es ist anzunehmen, dass aufgrund der zunehmenden Knappheit an Darjeeling-Tees, die Preise weiterhin deutlich ansteigen werden. Zurzeit können wir Ihnen unsere Lagerbestände zu unseren üblichen Preisen anbieten.
Die Auswirkungen auf den First Flush 2018 und auch die Ernten danach sind derzeit nicht einzuschätzen; wir rechnen jedoch mit unregelmäßigen Erträgen, schwankenden Qualitäten und enormen Preissteigerungen.

Themen: Darjeeling
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